Ein Quereinstieg

Studiert hat Birgit Esslinger eigentlich Freie Malerei und Kunsterziehung an der HdK Berlin.
Gejobbt wurde immer bei Architekten.
In der Auseinandersetzung mit diesen verschiedenen Einflüssen entstand die tiefe Überzeugung von einer Einheit von Kunst und Kunsthandwerk.

Die Eigenen malerischen Kircheninstallationen führten zu den Tonkünstlern, die Fabrikinstallationen zu den Textilkünstlern. Der Hang zu handwerklichen aber auch experimentellen Materialkombinationen und die Faszination für Schmuck u.a. unter dem Einfluss von Georg Dobler führte 1992 zur Entstehung von Artefakt.

Mittlerweile vertritt die Galerie ca. 80 Schmuckkünstler, die zum Teil mit archaischen Methoden, aber auch klassischen Techniken und völlig neuen Materialien mit großem Gestaltungswillen experimentieren, montieren und zeitgemäßen, spannenden Schmuck herstellen.

Das Material Metall bestimmt auch im Textilbereich die Galerie sehr stark.
Birgit Esslinger bemalt Metallstoffe, aus denen Jacken und Mäntel entstehen, die in der Schnittführung zurückhaltend sind und deren Einzigartigkeit in der Farbgebung liegt. Ungewöhnliche Strickkollektionen und raffiniert entwickelte, auf Maß geschneiderte Gewänder runden das Sortiment ab.

Wenn Ideen wirklich ausgereift sind, alte Techniken, zum Teil archaische oder experimentelle Arbeitsweisen entwickelt oder wieder aufgenommen werden, und in zeitgemäße, formal und funktional durchdachte Stücke umgesetzt sind, ist schnell klar, dass genau dieses Stück in der Galerie noch fehlt…

Es sind im Laufe der über zwanzig Jahre fast achtzig Goldschmiede geworden, mit denen die Galerie zusammenarbeitet. Einige von Ihnen sind bereits von Anfang an dabei und heute etabliert in der Schmuckszene, zu manchen hat sich der Kontakt verloren. Neue junge Talente werden auf Ausstellungen, Messen und bei den Präsentationen der Hochschulen entdeckt. Für viele war Artefakt die erste Galerie nach dem Studium, die Galeristin die erste, die das Feedback von den Trägerinnen, den Kundinnen weitergeleitet hat, wodurch Tragbarkeit und andere Aspekte beleuchtet wurden, eine wichtige Ergänzung zu den mehr gestalterischen Lehrinhalten im Studium.

Kunden schätzen Artefakt seit vielen Jahren für eine sehr individuelle Beratung und die immer wieder überraschenden Entdeckungen von handwerklichen Artefakten, von Kunststoff, Textil, Metall, Email, Glas, Keramik… ein kleines Museum.